Sonntag, 21. August 2011

Tag Dreizehn

Gewicht: 78,9 kg

Zum Frühstück gab es Brot und Hartkäse.

Zum Mittag hab ich nix gegessen.

Abends war ich bei meiner Freundin und mußte improvisieren. Ich hab mir eine vegetarische Pizza bestellt. Wenn man schon nicht gladiatorisch essen kann, so kann man wenigstens ein paar Prinzipien anwenden. Kein Zucker! Kein Fleisch!

Tag Zwölf

Gewicht: 79,0 kg

Zum Frühstück gab es Brot und Hartkäse.

Zum Mittag gab es ein Omelette. Mein BJJ-Trainer Michael Hockenjos war zu Besuch und ich habe für zwei gekocht.

Hier das Rezept:

6 Eier
3 Löffel 1050 Weizenmehl
Fischsoße
1 Bund glatte Petersilie
1 kleine Dose schwarze Oliven
2 Scheiben Feta
1 Bund Frühlingszwiebeln
Olivenöl

Die Eier mit etwas Öl und dem Mehl verquirlen. Die Mischung in die Pfanne gießen und die kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln und Petersilie, sowie die Oliven und den Käse darüber geben. Deckel drauf und bei kleiner Hitze braten. Man kann es wenden oder auch nicht.

Abends gab es Tomaten mit Mozarella und Bohnensalat der von eine Feier übrig war. Dieses Rezept wird auch nachgereicht, weil es ebenfalls von meiner Mutter ist.




Tag Elf

Gewicht: 78,9 kg

Zum Frühstück gabs nix.

Zum Mittag gab es einen grünen Salat mit Radieschen und geröstetem Sesam und einen warmen Linsensalat. Der Linsensalat war von meiner Mutter, wesewegen ich das Rezept erst zu einem späteren Zeitpunkt hier nochmal veröffentliche.

Abends gab es einen PULS mit Pilzen.

Hier das Rezept:

2 Schälchen braune Champions
1 Zwiebel
1 Tasse Hirse
1 Packung Maronen
1 kleine Dose schwarze Oliven
Fischsoße
Pfeffer
Olivenöl

Die Zwiebel mit viel Olivenöl anbraten. Hirse mit der dreifachen Menge Wasser dazu geben. 10 Minuten kochen lassen. Dann die kleingeschnittenen Pilze, Oliven und die Maronen zugeben. Mit Fischsoße und Pfeffer würzen. Nochmal 10 Minuten köcheln lassen.




Mittwoch, 17. August 2011

Theorie I

Nachdem uns schon sehr früh in CARNUNTUM eine positive Veränderung an uns aufgefallen war, brachten wir sie interessanterweise sofort mit unserer dortigen Ernährung in Verbindung. Dies wohl aus dem Grunde, dass die Ernährung der einzige wirklich andere Parameter war. Wir trainierten genauso viel und genauso oft wie in der Vorbereitung auch, jedoch reagierte der Körper ganz anders auf das Training. Wir beobachteten jetzt ganz genau, was wir aßen. In CARNUNTUM selbst konnten wir keine Erklährung für die extrem positiven Effekte finden.

Erst in der Nachbearbeitung zuhause begann ich, das Internet, die Büchereien und Buchhandlungen nach Ernährungs-Modellen zu durchforsten. Ich bin dabei auf ein paar sehr interessante Ansätze gestoßen, die zumindest einen Teil der Resultate erklärbar machen. Vorneweg möchte ich jedoch sagen, dass die gladiatorische Ernährung in ihrer Art, Nahrungsmittel auszuwählen und zu kombinieren, die vielleicht einfachste und wirkungsvollste Sportler-Ernährung, die wir bisher kennen, ist.

Hier der erste Theorie-Ansatz:

Vielen ist der Begriff "Säure-Basen-Balance" geläufig. Das menschliche Blut und diverse andere Körperflüssigkeiten brauchen einen bestimmten ph-Wert, damit wir gesund und leistungsfähig bleiben. Die Mechanismen, welche diesen Wert konstant halten, sind sehr leistungsfähig. Sie halten unser Blut auch unter wiedrigen Ernährungs- und Lebensbedingungen "neutral". Ob dieser gewaltigen Leistungsfähigkeit dieser Regelsysteme stellt die konstannte Konfrontation mit säurebildenden Nahrungsmitteln den Körper unter enormen Stress. Das Gesamtwohlbefinden leidet. Nach längerer Zeit entsehen auch Krankheitsbilder direkt durch die "Übersäuerung" oder werden zumindest durch sie verstärkt. Eine Ernährung, die zumindest ausgeglichen ist, wird von jedem Mediziner angeraten. Die gladiatorische Ernährung ist nicht nur "ausgeglichen", sie ist "basisch". Sie neutralisiert somit auch Säurebildner, die bei dem verstärkten Stoffwechsel des Athleten entstehen. Sie nimmt Stress vom System, das somit mehr Resorcen hat, zur Regenaeration unf Hypertrophie.

Beispiel:

Schaut man sich die PRAL-Werte des PULS, den ich heute Abend gegessen habe, an, so wird man erstaunt sein. PRAL steht für "potential renal acid load", was "potentielle Säurebelastung der Nieren" bedeutet. Die PRAL-Werte werden in "Milliäquivalent" (mÄq) angegeben.

80g Oliven                =  -0,48 pro 100g
60g Kapern               =  -32,3 pro 100g
250g weiße Bohnen  =   - 9,9 pro 100g
10g Olivenöl             =   0,02 pro 100g
10g Petersilie            =  -15,5 pro 100g
10g Majoran             =   - 7,5 pro 100g
60g Hirse                  =   2,46 pro 100g

Das ergibt einen PRAL-Wert von -45,34 mÄq!!!!!!!! Das ist für eine einzelne nährende, sättigende, einfach zuzubereitende und schmackhafte Mahlzeit unglaublich gut.




Tag Zehn

Gewicht: 79,0 kg


Zum Frühstück gab es in Ei gewendetes und gebratenes Brot.

Zum Mittag gab es einen großen Salat mit Radischen und geröstetem Sesam.

Zum Abend gab es einen modifizierten PULS....so zu sagen: ALITER  PULS

Hier das Rezept:

1 kleine Dose schwarze Oliven
1 kleine Dose Kapern
1 Dose weisse Bohnen
1/2 Tasse Hirse
Olivenöl
Majoran
Petersilie

Die halbe Tasse Hirse mit 2 Tassen Wasser aufkochen. Bei den Bohnen, Kapern und Oliven den Sud abgießen und zur Hirse dazu geben. Den Majoran und die Petersilie klein hacken und ebenfalls dazu. 15 Minuten köcheln lassen. Zum Abschmecken noch Salz und Olivenöl beigeben.


Dienstag, 16. August 2011

Tag Neun

Gewicht: 79,1 kg

Zum Frühstück habe ich wie fast immer nix gegessen. Wie kommt das? Man muß bedenken, dass ich erst esse, wenn ich nach dem Training zuhause angekommen bin und gekocht habe. Das ist meist gegen 22.30 Uhr. Oft sogar später. Diese Mahlzeit ist auch meist meine reichhaltigste. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich morgens keinen Hunger habe. Meine erste Mahlzeit ist somit das Mittagessen.

Zum Mittagessen gab es Tomaten mit Mozarella und Cuscus. Tomaten kamen wie der Mais auch zwar erst mit Kolumbus, aber ich war eingeladen und dieses Gericht werde ich auch in der zweiten Phase, wo ich nur nach den Prinzipien esse, zubereiten.

Abends gabs dann wieder was gladiatorisches: Bohneneintopf

Vorneweg! Das hat mir jetzt von allen Sachen, die ich bis jetzt gekocht habe, am allerbesten geschmeckt. Das kann man auch kochen, wenn man Gäste hat.

Hier das Rezept:

1 Dose weiße Bohnen
1 kleine Dose schwarze Oliven
1 kleine Dose Kapern
1/2 Tasse rote Linsen
1 kleine Zwiebel
Olivenöl
frische Petersilie
frischer Majoran
Meersalz
1 Ei

Die Zwiebel schneiden und in Olivenöl anbraten. Die Bohnen, Kabern, Oliven ohne den Sud dazu geben. Die roten Linsen und zwei Tassen Wasser dazu. Die Petersilie und den Majoran klein schneiden und dazu geben. 10 Minuten kochen lassen. Dann das Ei unterheben und nochmal 5 Minuten ziehen lassen.



Tag Acht

Gewicht: 80,0 kg

Zum Frühstück gab es Brot mit Butter.

Zum Mittag gab es Brot mit Ei.

Zum Abendbrot gab es endlich richtiges Essen: Zwiebelsuppe mit Bohnen

Hier das Rezept:

1 große Zwiebel
1 Dose weiße Bohnen
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
1 Ei
Pfeffer
Thymian
Fischsoße
Fetakäse

Die Zwiebel mit einem Gemüsehobel in dünne Ringe raspeln und in reichlich Olivenöl anbraten. Dann den Koblauch zerquetschen und zugeben. Die gewaschenen Bohnen dazu und mit Wasser auffüllen. Mit Pfeffer, Thymian und Fischsoße (oder Meersalz) würzen. Wenn die heiße Suppe in der Tasse ist, kann man noch ein Ei darüber geben und etwas Feta hinein brocken.

Kochzeit: 15 Minuten

Bei meinen Rezepten reicht die Menge für 2 "normale" Personen oder einen sehr hungrigen Athleten.